Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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fort, denn ich mchte dieſe, meiner ſo unwürdige Rolle nicht weiter ſpielen.

Ja, ja! ich fuͤhre Euch fort, rief Margarith, noch immer bleich und zitternd: nichts will ich Euch mehr verbergen; denn Ihr werdet mich nicht ungluͤcklich machen, und ich muß ja doch verzweifeln! Angſtvoll die Haͤnde ringend und ſeufzend ließ ſie ſich jetzt von Maria zur Thuͤr hinausdrängen, und bald hatten Beide das kleine Zimmer erreicht, aus dem ſie von dem wunderlichen Kinde zu Anfang faſt vertrieben worden war.

Kaum hatte ſich die Thuͤr hinter ihnen geſchloſſen, als die Kleine vor Maria auf ihre Knie niederfiel, und in Thränen ausbrechend in dem flehendſten Tone kindiſcher Angſt ſie beſchwor, ein ewiges Schweigen uͤber das Erlebte zu bewahren.

Ach! Ihr wißt nicht, wie ſchrecklich ich beſtraft werden wuͤrde, wenn man wuͤßte, daß ich ſo unbeſon⸗ nen die Geheimniſſe des Hauſes verrieth. Ich duͤrfte nicht frei und, wie jetzt, um meinen guten Vater blei⸗ ben; ich muͤßte auch in die Gewoͤlbe beten gehn und mich einſperren in die kleinen Zimmer. Ach! Ihr wuͤrdet mich toͤdten, wenn Ihr Euch gegen den Vater verriethet; ach, und Euch ſelbſt träfe gewiß ein trauriges Loos.

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