Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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nen, ſo Dir noch vergoͤnnt iſt, an der kleinen Stufen⸗ leiter unſerer Befehle, Deinen Fähigkeiten gemaͤß, hinan⸗ zuklimmen? Du biſt von der Regel abgewichen, und ich koͤnnte Dich ſtrafen, wenn nicht Milde und Geduld mit den Gebrechen der Menſchheit unſer erſtes Geſetz waͤre, und wenn Du nicht die Strafe Deiner Vergehungen ſchon in jenem muthloſen Truͤbſinn truͤgeſt, womit der Beſchützer unſerer heiligen Vereinigung alle die heim⸗ ſucht, die ſich zu eigener Beſchauung verfuͤhren laſſen!—

Ach, hochwuͤrdiger Herr, leget nicht die uͤrde Eu⸗ res Zorns auf mein ſchwaches und Herz! Gott, deſſen Augen die Herzen pruͤfet, er weiß allein, wie ich um Kraft und Muth gefleht, zur Vollführung des Willens meiner erhabenen Obern. Er weiß, wie ich nicht denken wollte, da es mich nur zu oft auf Abwege fuͤhrte. Aber der Verſucher iſt mir in jeder Geſtalt erſchienen; in der Geſtalt eines erhabenen Herrn zuerſt, den ich gegen meinen Willen lieben mußte, ach, ſelbſt in der Geſtalt meiner geheiligten Religion, die ich verlaͤugnen und entbehren mußte, und die mich zu fragen ſchien, ob ich das Rechte um ſolchen Preis zu thun vermoͤge. Ach Herr, Herr! ich bin ein Suͤnder und dem Zorn der heiligen Geſellſchaft verfallen. Ich fühle es, und nur Ihr koͤnnt mich retten, wie Ihr es oft thatet, indem Ihr meinen wankenden Glauben ſtuͤtzt.—