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herer Anerkennung, und der einzige Stand, welcher Vor⸗ theil dabei zu ernten ſchien, war der Handwerksſtand, der, aufgemuntert von den ausgedehnteren Lurusbedürf⸗ niſſen der Großen, Vortheil davon zog und in ſeinem äußern Aufwand bei weitem den unterdruckten Mittel⸗ ſtand uͤberbot.
So war denn allmälig die feine, beſcheidene und ernſte Haltung verſchwunden, welche zur Zeit der koͤniglichen
Herrſcherin ſelbſt uͤber die Feſte und Gelage des Adels
verbreitet ſein mußte, ſollten ſie ihrem ſcharfen Tadel entgehen. Oft war eine ganze Straße, ſelbſt ein Vier⸗ theil der Stadt, worin ein Großer ein Feſt anſtellte, in Unruhe und Aufruhr gebracht, und man ſah zur Zeit, wo die Zuͤge der Gaͤſte mit ihren zahlloſen Gefolgen von Dienern, Pagen und Anhaͤngern ſich zum Vereinigungs⸗ punkt begaben, die Läden geſchloſſen, die zuchtige Jugend der Weiber und Mädchen verſteckt, und die Hauptthuͤren ſelbſt, die ſolche verfuͤhreriſche Beſitzthuͤmer beſchutzten, von Außen noch beſetzt mit den wehrhafteſten Männern des Hauſes. Dieſe geräuſchvollen Zuſammenkuͤnfte, mit ihrer uͤber ganze Gemeinden verbreiteten Unordnung, be⸗ guͤnſtigten nur zu oft die geheimen verbrecheriſchen Ne⸗ benabſichten, die, mit ſchamloſer Gewalt unternommen, nur der Gewalt wichen und, ungeſtraft von Oben, zu kleinen Kriegen Anlaß gaben, die leider nur zu oft zum


