Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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begreifen und ſie des Platzes werth halten, den ich ihr bieten will. Es war, als ob Richmond zuruͤck⸗ ſchauderte; der Gedanke, eine namenloſe Fremde, wie er die Gräͤfin aus den Briefen ſeines Oheims hatte anſehen lernen, auf dem Platze zu ſehen, den ſeit Jahrhunderten nur die edelſten Frauen aus den vor⸗ nehmſten Geſchlechtern des Landes eingenommen, er⸗ ſchreckte ſein ſtolzes Herz. Dem Haupte des erlauch⸗ ten Stammes ſchien in ſeinen Augen eine Verpflich⸗ tung auferlegt, die ihm gegen jede Affection des Her⸗ zens, die dieſer Wurde zu nahe träte, eine Art von Schutzwehr geben muͤſſe. Es kam ihm zugleich un⸗ männlich vor, ſo in die Gefuͤhle fuͤr ein Weib ſich zu verlieren. Denn ungeachtet einer hohen Verehrung fuͤr dies Geſchlecht, liebte er es doch bis jetzt faſt noch ausſchließlich in ſeiner Mutter und Großmutter, und nur die Reife, die er in Beiden antraf, ſchien ihm befriedigend; ein juͤngeres Weſen dagegen, wie er die zahlloſen Schoͤnheiten der Mädchen im In⸗ und Auslande beobachtet, ſchien ihm ganz außer Stande, eine ſo unmaͤnnlich erſcheinende Hingebung zu rechtfertigen.

Er hatte ſehr haͤufig im Ernſte geäußert, was man ihm als Scherz ausgelegt, daß er viel lieber ſeine Großmutter heirathen wuͤrde, als die reizendſte Schoͤn⸗