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ſter Bruder! Wie viel hat ein unbewachtes Gefuͤhl Dich uͤberſehen laſſen, daß Dir ein ſolcher Schritt moͤglich und wuͤnſchenswerth erſcheinen konnte. Ver⸗ gieb, ſetzte er ernſt hinzu, dem Herzog nachgehend, der halb zuͤrnend, halb ſchmerzlich ſich von ihm gewendet hatte, wenn ich Dich kränken muß; aber was wären wir beide, und wo faͤnde ich mich wieder, wenn die Stimme der Wahrheit unter uns nicht mehr gälte? Laß es nie zu! rief er mit warmer Liebe, daß uns eine entgegengeſetzte Meinung zum Schweigen brächte; Robert, wende Dich zu mir, mache es Deinem treuſten Freunde nicht ſo ſchwer, Dir nuͤtzlich zu ſein! Robert widerſtand nicht länger; er wandte ſich, ergriffen von dem tiefen melodiſchen Ton dieſer ſcho⸗ nen und ihm ſo theuern Stimme, und ſchaute mit ſeinem gluͤhenden Angeſicht und dem von Schmerz getrubten Blicke in ſo lichte, offene Augen, in ſo edle, ernſte und doch mitleidige Zuͤge, daß er, davon er⸗ ſchuͤttert, jenen ſchnell umſchloß und mit dem vollen Ueberſtrömen eines zaͤrtlichen Bruderherzens ſeinen Na⸗ men unter tauſend liebevollen Zunamen ausrief. Ja, Richmond, ſeufzte er dann, ich bin außer mir, ich fuͤhle es; ich kannte vor wenigen Wochen dieſen Zu⸗ ſtand nicht; ja, ich hätte ihn fuͤr mich ummoͤglich ge⸗ halten. Aber ſieh' ſie nur erſt, dann wirſt Du mich


