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ungetruͤbten Bilde ihrer Vergangenheit Abſchied. War an dieſer nichts mehr zu retten, waren doch vielleicht die Folgen von dem, was ihr daraus ſo eben entgegen getreten, noch fuͤr die Zukunft zu mildern, indem neues Unheil verhuͤtet ward, eine Schuld vielleicht verringert, die ihr muͤtterliches Herz ſo nahe anging.
Sie reichte tief bewegt ihre kalte Hand der gluͤhen⸗ den Herzogin und ſagte mit dem ernſten Tone der Er⸗ gebung: Nimm zuerſt die Verſicherung erhoͤhter Liebe und Hochachtung, meine edle Tochter! Gott hat Dir ein großes und tiefes Leid gegeben, mitten in einem reichen Leben voll vielſeitiger Befriedigung. Vielleicht iſt es eine unerkannte Wohlthat mehr, wenn wir Ge⸗ legenheit fanden, Geduld und Großmuth zu uͤben, und wir wollen hoffen, daß Gott der Seele deſſen gnädig iſt, der ſo ſich vor ihm verſchuldete— um des unläug⸗ bar Guten und Edeln willen, das ja Dich ſchon ver⸗ zeihlich gegen ihn ſtimmte, wie viel mehr den Vater aller Liebe und Erbarmung. Aber da uns Gott ſicht⸗ lich auffordert, das Verſchuldete in ſeinen verderblichen Folgen aufzuhalten, ſo haſt Du Recht, mich aufzuru⸗ fen. Es iſt nicht die Zeit, n Raum zu ge⸗ ſtatten, wir muͤſſen klar in die Gegenwart ſchauen, um das, was uns Gott als Recht wird anerkennen laſſen, mit feſtem Muthe zu vollführen.


