Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Faſſe Dich, theure Mutter, entgegnete die Herzo⸗ gin mit der Haſt und Ungeduld, welche, eine Folge ihrer Ueberreizung, ſie verhinderte, die Leiden zu erken⸗ nen, die ſie ihrer Schwiegermutter erregt hatte; faſſe Dich, wir muͤſſen uns nicht trennen, ohne zu beſchließen. Ich bedarf Deines Muthes, Deiner Kraft, Deiner Be⸗ ſonnenheit. Es iſt ſo, wie ich Dir ſagte, Robert ver⸗ ließ mich ſo eben, voll dieſer Vorſätze. Ein zwei Stun⸗ den langer Kampf, in dem er mir uͤberlegen war, da ich ihm die entſetzliche Urſache meiner Weigerung nicht entdecken durfte, hat uns um nichts weiter gebracht, und ich muß das Empoͤrendſte, was die Natur in ſich ſchließt, vor meinen Augen ſehen, ohne ihm wirkſam Einhalt thun zu koͤnnen.

Die alte Herzogin bemuͤhte ſich mit großer An⸗ ſtrengung, ihre Faſſung wieder zu gewinnen, aber dies war nicht ſo leicht. Denn nächſt der dringenden Lage des Augenblicks war ihr ein tiefer Schmerz dadurch geworden, daß das Andenken des geliebten, ſo hoch ge⸗ ſtellten Sohnes durch einen Verdacht getrubt ward, deſſen Gewicht ſie ſich nicht läugnen konnte, den ſie vielmehr, gleich ihrer ungluͤcklichen Schwiegertochter, nur zu begruͤndet finden mußte. Aber ihr ſrommes und ſtarkes Gemuͤth fand doch bald einen Ausweg;

mit einem tief gefühlten Schmerze nahm ſie von dem ..

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