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und geiſtige Kraft dazu verleiht. Es ging ein kurzes Gelaͤchter, das mich vor mir ſelber ſchaudern ließ, aus meinem Munde; dann fiel mir ein, das Bild wieder zu verhullen. Ich ſturzte auf die Wände zu und erkannte die Blume, welche mich die Entdeckung machen ließ. Es gelang; die Waͤnde fugten ſich ſo leiſe und feſt in einander, daß nichts verrathen ward, und ich ſtand vor der Wand, die dies Geheimniß barg, als hätte ich ge⸗ träumt. Als man meinen Gemahl in ſein Bette fuͤh⸗ ren wollte, lag ich auf dem Voden ohne alles Leben. In der Nacht gebar ich Arabella; ein hitziges Fieber ſchloß ſich daran und brachte mich an den Rand des Grabes. Als mein Bewußtſein wiederkehrte, erkannte ich meinen Gemahl und Morton. Er hatte ſeine Wunde nicht in ſeinem Bette, ſondern an dem meini⸗ gen geheilt, wo er Tag und Nacht mit Morton mir zur Pflege geweſen. Ach, meine Phantaſien mußten ihm oft meine geheimen Qualen verrathen haben! Wir erklärten uns dennoch nicht, und Mortons Lippen wa⸗ ren verſiegelt. Aber nie hat ein menſchliches Weſen ohne Worte beredter zum Herzen geſprochen, als mein Gemahl; ſein ganzes Weſen flehte Verzeihung, ſein ganzes Thun bezeugte Liebe und Treue. Ja, ich hätte von da an mich gluͤcklich nennen koͤnnen, haͤtte der
Prinz, der uns nun beſuchte, nicht mir als ewig ſtoͤ⸗ 23*


