Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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ſtänden wagt, denn jedes Unverſtändliche beantwortete mein ungluͤcklicher Verdacht ſtets ſo genügend, daß ich mir großmuͤthig erſchien, an ihn keine Frage zu thun. So hoͤrte ich es auch mit bitterem, aber ihm voͤllig ver⸗ borgenen Schmerze, als er mir abermals eine kleine Reiſe ankuͤndigte, deren Dauer er nicht beſtimmen konne. Nach einigen Wochen empfing ich von ihm einen zärt⸗ lich innigen Brief, worin er mir acht Tage ſpäter ſeine Ruͤckkehr ankuͤndigte. Denſelben Tag ließ ſich der Ju⸗ welier meines Gemahls bei mir melden, und da ich ihn nicht annehmen wollte, brachte mir Morton die von meinem Gemahle beſtellten Armbaͤnder. Es waren zwei Brillant⸗Armbaͤnder, deren ausgezeichnete Schoͤn⸗ heit und ganz wunderbare Arbeit mir ſo auffallend war, daß ich ſie lange Zeit mit der Hoffnung betrachtete, es ſei eine mir von meinem Gemahle zugedachte Ueberra⸗ ſchung. Aber nicht lange uͤberließ ich mich dieſer ruhig begluͤckenden Vorſtellung. Wohin ſich meine Gedanken auf's Neue verirrten, koͤnnt Ihr denken. Morton mußte die Armbänder zurücktragen; dem Juwelier, wel⸗ cher betheuerte, der Herr Graf habe ſie ſelber ſo ausge⸗ ſucht und die Zeichnung verändert, um einige koſtbare Juwelen noch hinzuzufüͤgen, wurde das ſtrengſte Ver⸗ bot auferlegt, nicht die Ueberſendung an mich zu ent⸗ decken, da mein Gemahl mich damit zu uͤberraſchen