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Vergeblich hoffte ich hieruͤber eine Erklärung von meinem Gemahl; er ſchwieg, ja, er wich der Gelegen⸗ heit, die ich ihm gab, ſich zu erklaͤren, mit Aengſtlich⸗ keit aus. Einige Jahre gingen daruͤber hin, in denen ſich mein Gluͤck immer mehr zu befeſtigen ſchien; aber wie innig ergeben mir auch mein Gemahl war, ich ward nie ganz frei von den Unruhen des Verdachts. Reiſen von einigen Tagen, deren Urſache er verſchwieg, Briefe, die ein Bote brachte, der in den Zimmern mei⸗ nes Gemahls blieb, bis dieſer ihn ſelbſt mit Briefen zuruͤckſendete, ließen mir ſtets die Ueberzeugung eines geheimen Verhältniſſes, das er meinen Blicken entzogen wuͤnſchte, und welches fuͤr mich nur die eine ungluͤck⸗ liche Deutung zuließ, die meine eiferſuͤchtigen Qualen vermehrte. Vergeblich zogen Liebe und Achtung fuͤr den ſtets mir verehrungswuͤrdiger erſcheinenden Gemahl mich von dieſem beleidigenden Verdachte ab; mein Herz krankte an ihm fort. Wir waren auf Euern Wunſch nach London gegangen und brachten ſchon Richmond, unſern zweiten Sohn, mit uns, während ich noch eine neue Hoffnung nährte. Mein Gemahl zeigte hier eine geſteigerte Unruhe, die an Bekuͤmmerniß grenzte, und die durch nichts aus unſerm Verhältniſſe zu erklären war. Es herrſchte nicht die unbefangene Offenheit un⸗ ter uns, die eine Bitte oder Frage unter ſolchen Um⸗


