Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—,

13

ten hatten dieſe fruͤhere Gewalt auch von ſelbſt ihres Werthes beraubt, denn entlaſſen waren dieſe zahlloſen Bedienten nicht, und Herr und Diener ſahen dieſe Schwelgerei unbeſchäftigter Vaſallen als einen nothwen⸗ digen Tribut an, den ſie der Hoheit ihres Standes brachten. Doch war dieſer Brauch, der in die Häuſer der meiſten Großen den Geiſt der Unordnung und Zuͤ⸗ gelloſigkeit brachte, hier auch in Grenzen gewieſen, die in Uebereinſtimmung ſtanden mit der hohen ſittlichen Strenge ihrer Oberhäupter. Gepruͤfte Perſonen, an Bildung und Rang uͤber die Dienerſchaft erhaben, ſorg⸗ ten in den verſchiedenen Abtheilungen dieſes weiten Palaſtes füͤr die Befolgung der ſtrengen Vorſchriften, welche dieſe Schwelger in Ordnung hielten, und waren mit hinreichender Gewalt bekleidet, um ihren Geboten Nachdruck zu geben. So glich das Schloß mehr einem kleinen, wohlgeregelten Staate, worin durch Pflicht⸗ treue und Fähigkeiten Erhoͤhung zu erlangen, und der Dienſt im Schloſſe, endlich in den Gemaͤchern der her⸗ zoglichen Familie, ein Gegenſtand war, um den ſich der Ehrgeiz der Schloßdienerſchaft drehte; denn grenzen⸗ los war die Verehrung fuͤr ihre großmuͤthigen und er⸗ habenen Herren, durch deren Glanz ſie ſich ſelbſt uͤber die Klaſſe ihres Standes erhoben wähnten.

Faſt theilte England die Meinung der Vaſallen.