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Das Geſchlecht der Herzoͤge von Nottingham hatte durch Jahrhunderte einen ſeltenen Rang behauptet, in der Geſchichte des Vaterlandes ſowohl, als in der oͤffent⸗ lichen Meinung, die uͤber Tugend und Karakter entſchei⸗ det; und es war um ſo hoͤher zu verehren in den un⸗ ruhigen Zeiten, welche die Inkonſequenz der Beherrſcher uͤber dieſes ſo lange den ſchrecklichſten Parteiungen hin⸗ geopferte Land herbeigefuhrt hatte.
War das Schickſal auch nicht, ohne Opfer zu for⸗ dern, an ihrer Schwelle voruͤber gegangen, das Hoͤchſte war ihnen geblieben: eine feſte Behauptung edler Geſin⸗ nung! Nicht dem thoͤrichten Wankelmuth zum Raube, der England ſeit Heinrich dem Achten zum religioſen und politiſchen Spielball ſeiner ſich ſtets widerſprechenden Koͤ⸗ nige machte, blieben ſie treu ihren Unterthanspflichten, aber bei freier Bewahrung religioͤſer Anſicht, und zugleich in Milde und Duldung gegen anders Denkende. So wurden ſie nie in die unſeligen Kriege und Zwiſtigkeiten verwickelt, die, der Natur und ihren heiligen Geſetzen Hohn ſprechend, die Bewohner eines Landes, oft eines Heerdes zu blutiger Verfolgung für einen Glauben be⸗ waffneten, deſſen kaum Einer unter Tauſenden ſich klar bewußt war! Sie hatten in einer ruhmvollen Reihefolge den Feinden nach Außen ſich gegenuͤber geſtellt, die Ver⸗ läumdung ſcheiterte an ihren patriotiſchen Opfern fuͤr


