Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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Spaziergaͤngen der Frauen benutzt wurden; wie denn jene Säle uͤberhaupt allem gemeinſchaftlichen oder oͤf⸗ fentlichen Verkehr der Schloßbewohner gewidmet waren.

Die Furſten gaben hier ihren Unterthanen oder dem Adel der Grafſchaſt Audienzen. Hohe Gäͤſte wurden hier bewirthet, die furſtliche Jugend mit ihren Geſpielen trieb hier ihre verſchiedenen Luſtbarkeiten; Familienfeſte und Zuſammenkuͤnfte, in guter Jahreszeit das allge⸗ meine Fruhſtuͤck und die Tafel, Alles ward hier abge⸗ halten; bis zu den pomphaften Leichenbegängniſſen die⸗ ſer Familie, welche mit ihren ſtrengen Ceremonien den Saal zunaͤchſt dem Erbbegraͤbniß fuͤllten. Dagegen ſchloß der noͤrdliche Thurm im Erdgeſchoß die prächtige Bibliothek in ſich, und durch ſie gelangte man zu den ſchoͤnen Marmorſtiegen, die den italieniſchen Fluͤgel ſo⸗ gleich als das Kind einer fremden Zone ankuͤndigten, welcher ſeit dem Tode des Erbauers, der ihn nie mehr verließ, die ſtete Wohnung der Herzoͤge blieb.

Die Zimmer, welche die Herzoginnen bewohnten, hatten jedoch, obwohl die alterthuͤmliche Urgeſtalt weder entfernt werden konnte, noch ſollte, nach und nach Um⸗ geſtaltungen erlitten, welche zu ihrer urſprunglichen Pracht noch das Schoͤne und Angenehme fugten; und wenn wir den ferner liegenden Waffenſaal und den der Ahnenbilder, den man noch immer die Gallerie nannte,

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