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nannt, weil darunter ſich die Familiengruft befand und der Raum daruͤber vor Erbauung der neuen Kapelle zum Gottesdienſt gebraucht ward. Dieſer faſt leere Raum grenzte an die fuͤrſtlichen Hallen, die in drei Abtheilungen ſowohl die Tiefe als Laͤnge des ganzen Schloſſes einnahmen. Nur um den Eingang von dem Schloßhof her zu trennen und die breiten Treppen nach den obern Gemaͤchern zu fuͤhren, war der mittlere Saal durch prachtvolle Gitter und die Decke tragende Pfeiler getheilt. Trotz ſeiner ungeheuern Groͤße und ſeiner ver⸗ ſchwenderiſchen Ausſtattung ward er weniger geachtet, und bei feierlichen Gelegenheiten mehr als ſtillſchweigend geſtatteter Tummelplatz der hoͤheren Schloßbeamten und der zahlloſen Dienerſchaft angeſehn.
Dagegen waren die daranſtoßenden Saͤle mit einem uberraſchenden Glanze geſchmuckt, und trugen den ganzen Stolz ihrer furſtlichen Bewohner und allen Lurus, den England damals aufzuweiſen wußte, ergänzt durch Ita⸗ liens Schätze und den Kunſtfleiß der vorſchreitenden Niederläͤnder, zur Schau.
Statt der Fenſter öffneten ſich weite Thuͤren nach den Terraſſen hin, die, gegen die Annäherung der ver⸗ ſchiedenen Thiere des Waldes durch goldene Gitter ge⸗ ſchutzt, Luft und Licht gar anmuthig einließen, und bei unfreundlicherem Wetter haͤufig zu den regelmäßigen


