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ihnen in ihren Darſtellungen nachſtrebt; wiewohl es immer eine bedenkliche Frage bleibt, wozu doch das Streben nach einem bereits Erreichten fuͤhren koͤnne, nach einem Erreichten zumal, welches fuͤr dieſes Stre⸗ ben ein Unerreichbares iſt; denn fuͤr eine Anſchauung oder Empfindung, die der echte Dichter bereits ge⸗ ſtaltet, und der er am Worte einen geiſtigen, hell⸗ durchſichtigen Leib gegeben habt, ſind ſelbſt Farbe und Klang zu ſtoffartige, truͤbe Darſtellungsmittel. Sei dem nun wie ihm wolle, wir, die wir nichts von der Berliner Kunſtausſtellung abbekommen, wollen uns an unſerm Leſepulte der herrlichen ſeelenvollen Bilder, welche der Dichter von Godwie⸗Caſtle uns vorführt, dankbar freuen.
Unerwähnt darf nicht bleiben, daß der Verfaſſer, was ihm ſehr hoch anzurechnen, es in echter Dich⸗ tervornehmheit verſchmäht hat, den Leſer mit der Auf⸗ loſung der räthſelhaften Begebenheit, die den Inhalt des Buches bildet, in beliebter Scottiſcher Weiſe moͤg⸗ lichſt lange hinzuhalten, und ſo durch Spannung ei⸗ nen voruͤbergehenden Effekt zu erzielen. Schon am Anfange des zweiten Theiles erhalten wir dieſe Auf⸗ loͤſung, und wenn der Verfaſſer, wie er ſelbſt ſehr ſchoͤn ſagt, es vorgezogen hat, den Leſer lieber„in
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