Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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XVI

len gewußt hat, daß ſelbſt dem Verleger, wie ein Vorwort berichtet, ſein Name voͤllig unbekannt ge⸗ blieben iſt; ein kluger Leſer, der ſich auf's Rathen legen will, mag vielleicht dadurch einen Fingerzeig er⸗ halten. Es verſteht näͤmlich der Verfaſſer nicht nur Gemaͤlde mit der groͤßten Gewandtheit und in an⸗ ſchaulichſter Klarheit zu beſchreiben, ſondern er giebt auch von einzelnen Gegenſtänden ſo pittoreske Dar⸗ ſtellungen, und liebt es beſonders, ganze Scenen in ſo beſtimmter anmuthiger Gruppirung zu einem Le⸗ ben athmenden Tableau zu geſtalten, daß er ſich als einen in die Geheimniſſe der Malerkunſt tief Einge⸗ weihten verraͤth. Wir ſelbſt wollen uns durch dieſen Fingerzeig nicht zum Rathen verfuͤhren laſſen, ſondern uns nur des Trefflichen freuen, das die Kunſt des Verfaſſers in dieſer Beziehung uns dargeboten hat. Ein Talent, wie der Verfaſſer es hier zeigt, und

wie wir es in anderer Weiſe an Goͤthe und Tieck

kennen und bewundern, läßt es recht inne werden, daß, wie die Malerei in ihrer großen längſt abge⸗ ſchloſſenen Zeit die Poeſie in ſich trug, ſo umgekehrt die muͤndig gewordene Poeſie die Malerei einſchließt. Und ſo mag man es wohl als einen richtigen Takt bezeichnen, wenn eine beruͤhmte deutſche Malerſchule unſter Zeit ſich ſo gern an die Dichter lehnt und