Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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XI

letztere Gedanke liegt nun auch den Scottiſchen Ro⸗ manen zu. Grunde, konnte in ihnen aber freilich nicht genuͤgend zur Ausführung kommen, weil Scott die Familie durch die aſlgemeinen Intereſſen voͤllig be⸗ wältigt, weil er uns nicht die Geſchichte durch die Familie hindurch, ſondern umgekehrt die Familie nur in der Geſchichte, ſei es nun als thätiges Organ derſelben, oder als leidenden Spielball der Ereigniſſe erblicken läßt. Es liegt zwar auch in dieſer Faſſung eine Wahrheit, eine ſolche jedoch, zu der wir des Dichters nicht beduͤrfen, die uns die Geſchichte ſelbſt auf allen ihren Blättern lehrt. Jene unvergängliche Seite der Familie dagegen, welche alle geſchichtlichen Kaͤmpfe und Wirren uͤberdauert, jene in allem Wech⸗ ſel des mannigfach bewegten oͤffentlichen Lebens ſich unveränderlich erhaltende ſtille Macht der Liebe, Treue, Innigkeit und heiligen Vertrauens iſt es, welche ſchon an ſich gediegene Poeſie, auch fuͤr die dichteri⸗ ſche Behandlung ein unerſchoͤpflicher Stoff iſt. Wie trefflich nun dieſer Stoff, wenn ein Meiſter ihn be⸗ handelt, ſich geſtalten läßt, zeigt das Werk, auf wel⸗ ches aufmerkſam zu machen, der Zweck dieſer Zei⸗ len iſt.

Wir werden durch Godwie⸗Caſtle mit einer engliſchen Familie bekannt, deren hoher Rang ſie von