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ſächlich durch plotzlich hereinſcheinenden Reichthum bewirkt wird. Ein wuͤrdiger Gegenſtand fuͤr die Poeſie iſt aber die Familie erſt, wenn ſie der gemei⸗ nen Noth des Lebens durch guͤnſtige aͤußere Verhaͤlt⸗ niſſe entruͤckt, zu keiner Verzichtleiſtung auf hoͤheren und feineren Lebensgenuß gezwungen iſt. Mannig⸗ faltigere Intereſſen treten dann in ihr hervor, ſie ſelbſt oͤffnet ſich dem, was die Welt bewegt, und ohne ſich an das oͤffentliche Leben aufzugeben, nimmt ſie doch deſſen Wirkung in ſich auf, und entwickelt erſt ſo ein in Geſinnung, Charakter und Thatkraft innerlich reiches, wahrhaft ſittliches Daſein. Wird nun die Familie in dieſer Wuͤrde und Bedeutſamkeit Gegenſtand dichteriſcher Produktion, ſo kann ſie nur entweder in beſtimmten allgemeinen Beziehungen zu den Maͤchten des geſchichtlichen Lebens feſtgehal⸗ ten werden,— wie z. B. der edle Familienkreis, in welchen Wilhelm Meiſter uns einfuhrt, an Kunſt, weltbuͤrgerlicher Erziehung und großartiger Induſtrie die Bezuͤge hat, die ihn der Geringheit und Duͤrf⸗ tigkeit eines blos ſelbſtiſchen Familienintereſſes entrei⸗ ßen— oder es muß eine beſtimmte, im Leben eines Volkes bedeutſame, geſchichtliche Zeit ſein, in die der Dichter uns verſetzt, und die er am Familienleben reflektirt zu unſerer Anſchauung bringt. Eben dieſer


