Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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heimer zeigte, entſetzten ſich über die Schrift wie über deren Urheber, beſonders Diejenigen, die ſie nicht ſelbſt geleſen und nur von Böswilligen oder Unver⸗ ſtändigen Einzelnes daraus in verdrehter Weiſe wie⸗ dergegeben erhalten hatten.

Der Schultheiß war auf der Seite des freiſinni⸗ gen Rathes. Der Bürgermeiſter Martin Geuder, Pirkheimer und vor Allem der edle Dürer thaten Alles, um ihre Sympathie für Ulrich zu zeigen, ja Pirkheimer ließ ſelbſt eine Schrift drucken, in welcher er denBedenken beiſtimmte, und den Baubrüdern empfahl, auf einem ſolchen Grunde weiter zu bauen als wahrhaft freie Steinmetze.

Wie nun Ulrich ſo plötzlich ein Held des Tages ward, bemühte man ſich auch immer mehr, ihn in die Kreiſe zu ziehen, in denen man der Kunſt und der Wiſſenſchaft, und zwar deren Fortſchritt auf beiden Gebieten huldigte. So fiel denn auch nicht auf, daß er zuweilen im Hauſe des Schultheißen erſchien, um ſo mehr, als man wußte, daß er das Erinnerungs⸗ mal Martin Behaim's eben jetzt vollendet, und damit Nürnberg mit einer neuen Zierde der kunſtreichſten Steinarbeit geſchmückt hatte. Etwas von den Lob⸗ preiſungen, die man dem Künſtler widmete, fiel ſo ja auch mit auf den zurück, der ihm die Ausführung

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