Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Unbedenklichen Bedenken zum Guten wendete, da aber dergleichen nicht abzuſehen, ſo weiß ich nicht, wie Ihr von Euerem Briefe an mich Euch eine ab⸗ ſonderliche Wirkung verſprechen könnt, und noch we⸗ niger kann ich ſie ſelbſt Euch verſprechen.

Dies Schreiben, das mit den üblichen höflichen Redensarten ſchloß, hatte Iſolde Anfangs in die bangſte Unruhe verſetzt. Zuerſt erſchien es ihr wie eine Nichtachtung Ulrich's, deſſen Gönner ja bisher der Biſchof geweſen. Hatte ſie doch in Ihrer Liebe wie in der Schwärmerei ihrer Ueberzeugung gedacht, es ſei genug, dem Biſchof Ulrich's Schrift zu ſenden, um ihn, den Freund der Aufklärung wie jeden Fort⸗ ſchrittes in Kunſt und Wiſſenſchaft zur begeiſterten Theilnahme für Ulrich zu entflammen und Alles zum Beſten zu lenken und nun ließ ſich der Biſchof auf eine Erörterung dieſer Frage gar nicht ein und ließ im Brief ſo wenig durchblicken, daß er für, als daß er gegen Ulrich ſei. Aber beim Wiederleſen glaubte ſie mehr und mehr noch Etwas zwiſchen den

Zeilen zu erkennen der Biſchof grollte ihrem Mangel an Vertrauen und errieth die Wahrheit. Sie ſchrieb ihm noch einmal zuerſt ihren

Dank, daß er ſie überhaupt einer Antwort gewürdigt, dann fügte ſie hinzu:Euer Hochwürden erklärt, eine