Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ein Kämmerlein gleich einer Kloſterzelle für ſich in Anſpruch nehme, ſo konnte man doch nach altem guten Brauch ein ſolches Wort nicht gelten laſſen, ſondern räumte ihm dennoch die Paradezimmer ein, die er das vorige Mal inne gehabt, nur daß die Dienerſchaft ſich ein wenig enger behelfen mußte. Iſolde aber ſah von Allen in Nürnberg der An kunft des Biſchofs mit der größten Spannung entgegen. Auf den Brief, den ſie ihm fürbittend für Ulrich geſchrieben, hatte er ihr lakoniſch genug geantwortet: Schon da mir das Glück ward, in Eurem Va⸗ terhauſe zu herbergen, und als Ihr dort bei mir die Fürſprecherin von Leuten waret, die Euch ganz und gar nichts angingen, hab' ich mal Euern Willen ge⸗ than, aber Euch doch geſagt, daß ich es lieber ſehen möchte, wenn ich einmal Euch perſönlich einen Dienſt leiſten könnte, denn nur anderen Leuten, die ſich Eures ſchönen Mundes nur wie eines Sprachrohrs, oder Eurer zierlichen Hand nur zu einer Empfehlungs⸗ ſchrift bedienen. Könntet Ihr ſelbſt ein Intereſſe daran haben, daß die Baubrüder ſich noch ein wenig mehr von der Kirche befreiten, als es im Laufe der Jahrhunderte ſchon geſchehen iſt, daß ſie z. B. auch lieben und heiraten dürften u. ſ. w., ſo wollte ich lieber zuſehen, wie ich Alles für den Verfaſſer der

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