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die dieſer ihm geboten für die Uebergriffe, die eigent⸗ lich nur ſein Vater ſich ſonſt in's nachbarliche Ge⸗ biet erlaubt— nun konnte auch der Schultheiß ſich mit dem Nachbar verſöhnen und ihn zur Beſiege⸗ lung ſolcher Verſöhnung ſogar die Tochter zum Weibe geben.
Anna ſelbſt war in den letzten Monaten, ſeit ſie die Beruhigung über die Treue des Geliebten und die Hoffnung auf eine glückliche Vereinigung mit ihm empfangen, in erneuter Geſundheit und Lieblichkeit erblüht, ſo daß man die Braut nur zu ſehen brauchte, um zu wiſſen, daß hier ein liebendes Herz nach langem geduldigen Harren endlich zu ſeinem Rechte gekommen.
Mancherlei Hochzeitsgäſte gab es da, die ſelbſt im Hauſe des Schultheißen mit Wohnung genommen, auch Amanda von Wildenfels war darunter. Sie hatte vor einiger Zeit Pirkheimer's gaſtfreies Haus verlaſſen und ſich nach Augsburg begeben— nun aber war ſie zu Anna's Hochzeit wieder zurückgekehrt, um ihre Brautjungfer abzugeben, und wohnte ſelbſt mit im Hauſe der Braut. So auch Andere noch von den Verwandten der Weichsdorf und Wolfſtein. Faſt erſchrak man da über die Meldung des Biſchofs, denn wenn er auch gleich ſelbſt erklärte, daß er nur


