Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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durfte mich wieder zum Himmel emportragen und über alle Schranken und Nebeldünſte des Lebens! ſie vermochte nicht weiter zu ſprechen, weil er ſie feſt in ſeine Arme ſchloß und ſagte:

Niemals hätte ich gewagt Euch meine Liebe zu geſtehen, wenn ich nicht zuweilen gehofft hätte dieſen Kampf in Euern Augen zu leſen ja wenn nicht Amanda mir dieſe ſtolze Hoffnung beſtätigt hätte! Aber ſo fragte ich mich, ob es nicht auch Euch leichter ſei mit der Welt und ihren veralteten Formen im Dienſt des Geiſtes und des eigenen Herzens zu kämpfen als wider dieſes eigene Herz und die eigene Erkennt⸗ niß! O nicht allein um unſerer Liebe willen ſondern um der Menſchheit und ihrer Rechte willen laßt uns Alles daran ſetzen, um Alles zu gewinnen. Wie die Kunſt ſelbſt da iſt für Alle und das ganze Leben zu verſchönen und zu verklären, ſo ſollen auch ihre Die⸗ ner ſich nicht ſelbſt abſchließen vom Leben, nicht aus⸗ geſchloſſen ſein von ſeiner ſeligſten Beſtimmung! So rein wie die Hand des Baubruders zum heiligen Tem⸗ pelbau, die nie ein Weib berührte, ſo rein iſt auch die, die ſich ein Weib des Lebens heiligſtes Kunſtwerk für immer verbunden! Nun weiß ich, Euch beſeelt derſelbe Muth wie mich und dasſelbe Ziel, und ſo fordere ich Euch noch einmal auf, meine Mitkämpferin zu wer⸗