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handeln, o, wäret Ihr an meiner
Seite, ſo fühlte ich mich ſtark genug, eine Welt zu überwinden.“
Ihre Augen leuchteten:„Ulrich,“ rief ſie im Tone der höchſten Begeiſterung,„gebietet über mich!“
„Gebieten!“ rief er,„nimmermehr! Ich habe nur die Eine Frage an Euch: Könnt Ihr dem Baubruder vergeben, der, da er Euch kennen lernte, der Liebe nicht mehr ſein Herz verſchließen mochte?“
„Ich kann es!“ hauchte ſie.
„Und könnt Ihr dem Baubruder vergeben?“ fuhr er fort,„der ſein Auge bis zu Euch erhoben und wie er jede Sympathie des Geiſtes bei Euch fand, nun auch von einer Sympathie des Herzens zu träumen wagt? Wollt Ihr ſeine verwegene Hoffnung auf Ge⸗ genliebe verdammen oder— beſtätigen?“
Da legte ſie Ihre Hand auf ſeine Schultern und ihr Haupt an ſeine Bruſt—„Ihr ſeid der erſte und einzige Mann, den ich zu lieben vermag!“ flüſterte ſie ihm zu,„ich weiß, daß dieſe Liebe vom Himmel ſtammt und zum Himmel führt, ich bin geheilt von dem Wahne, der den Diener der heiligen Kunſt ausſchlie⸗ ßen wollte von dem ſüßeſten Glück der Erde; geheilt von dem Wahne, daß es für ein Weib ein höheres Glück geben könne, als mit dem Manne ihrer Liebe vereint dem Ziele der eigenen Vollendung, wie der


