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blick den Fluch, den man für Löffelholz bereit hatte, zurückgehalten werden: denn jetzt war er ja kein Mör⸗ der, wenn man auch hinterher ſich wieder ſagte, daß dies keineswegs ſein Verdienſt war und ſeine Schlech⸗ tigkeit nicht aufhob.
Aber der Tag einer Hinrichtung war ſtets ein Volksfeſt. Fremde waren dazu von nah und fern her⸗ zugeſtrömt, die Werkſtätten blieben meiſt geſchloſſen, die Arbeit feierte und in den Trinkſtuben herrſchte ein reges Leben. Da fand auch Philipp Echter Gelegenheit genug, die Volksmenge, die einmal in der Erwartung eines grauſamen Schauſpiels aufgeregt war und ſich noch nicht befriedigt fühlte, ſondern noch irgend einen neuen Exzeß, einen neuen Skandal begehrte, dazu auf⸗ zuſtacheln— einen ſolchen ſelbſt zu verüben.
Einem grauſamen und ungerechten, dabei unvoll⸗ ſtändigen und parteiiſchen Richterſpruch gegenüber fühlte ſich das Volk um ſo mehr in ſeinem Rechte, auch ſelbſt zu verurtheilen und zu richten. Als daher Philipp Echter in der Dunkelheit mit ſeinen und an⸗ dern Plattnergeſellen vor das Haus des Rathsherrn Löffelholz zog ihn zu verhöhnen und zu beſchimpfen, ſo hatte ſich bald ein großer Pöbelhaufen davor ge⸗ ſammelt, der Spottlieder ſang und ſie mit allerlei Gelärm begleitete.


