Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Nutzen ziehen möge weder vom Verbrechen noch vom Elend ſeiner Mitmenſchen.

Auch Philipp Echter war zur Gerichtsſtätte ge⸗ gangen— er ſah Martin Löffelholz auf der Tribüne dem Schaffot gegenüber— und der frechen Stirn des alten Sünders gegenüber, gerieth der heißblütige, aber unverdorbene junge Handwerker in eine Stimmung, in der er am kiebſten gleich auf den Rathsherrn ein⸗ gedrungen wäre, ihn mit Schimpf und Schande von ſeinem Platz zu verjagen. Aber da er im Augenblick eine ſolche Handlung doch auch für unthunlich erkannte, ſo bemühte er ſich nur ſeine Umgebung auf Löffelholz aufmerkſam zu machen, und die ohnehin ſchon gegen ihn gereizte Menge noch mehr zu reizen. An Schimpf⸗ worten und Schmähreden, von denen ſo manche bis zu ſeinen Ohren drangen, fehlte es ohnehin ſchon nicht, und vielleicht wäre es gleich jetzt und hier trotz des Reſpektes, den ſelbſt der Nürnberger Pöbel vor dem Rath empfand, zu einem Ausbruch der damals noch oft geübten Volksjuſtiz gekommen, wenn nicht der Ausgang des Schanſpiels auf dem Schaffot ein anderer geweſen wäre, als man erwarten konnte. Das von Allen unvorhergeſehene Ereigniß gab der allgemeinen Stimmung einen andern Ausdruck, dem Intereſſe eine andere Richtung— und ließ ſelbſt in dieſem Augen⸗