Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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das mönchiſche Weſen von Euch, das Euch tauſendmal mehr als das Geheimniß Eurer Lehrſätze und Ge⸗ bräuche von Euern Zeitgenoſſen ſondert— werdet Bürger wie wir, Glieder einer Familie, gründet ſelbſt eine ſolche— und aller Beiſtand, der Euch von Pro⸗ fanen nützen kann, ſoll Euch von uns werden.“

„Ja,“ ſagte Erhard,„es iſt ein unnatürliches Geſetz, das uns zu dieſer Sondernng beſtimmt— es ſind aber auch ſchon da und dort Ausnahmen davon gemacht worden— man hat mit Recht Jeden aus⸗ geſtoßen, der ſich der Unzucht ſchuldig gemacht hat— aber der Meiſter der Haupthütte zu Straßburg hat ſchon zuweilen die Dispens zur Schließung einer Ehe ertheilt— wie Kaiſer Maximilian ja auch ver⸗ heiratet iſt.“

Ulrich vermochte nicht mehr ein Wort zu ſpre⸗ chen— er blickte ſtumm vor ſich nieder— Willibald Pirkheimer ahnte etwas von dem was in ſeiner Seele vorging— der lebenskluge Staatsmann, der ſich mit ſeinen Wünſchen für Iſolde verrechnet hatte, verfiel nicht ein zweites Mal in einen ſolchen Fehler. Die Neigung, die er für ſie empfand, hatte erſt ſein Ange geblendet, aber da er ſie jetzt als hoffnungslos in ſich zurückdrängte, hatte ſein Selbſtgefühl es wieder ge⸗ ſchärft. Seine verletzte Eitelkeit fand einen Troſt darin,