Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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lichſten Laune, wie man ſie nur empfinden kann, wenn man zwei ſeiner Freunde in Streit gerathen ſieht, ohne ein Wort zur Verſöhnung ſprechen zu dürfen, oder dafür Gehör zu finden. Der Brief, den er aus Italien empfangen, hatte ihn nur noch mehr darin beſtärkt. Er ging zu Ulrich, den er mit Erhard und Dürer zuſammentraf.

„Nun iſt der Kaiſer wieder den Franzoſen zu Dank verpflichtet,“ grollte Pirkheimer,„und was ſie ihm in Italien gewonnen haben, werden ſie ihm im Weſten wieder zu nehmen ſuchen. Unaufhörlich bemüht er ſich ja mit den deutſchen Fürſten, namentlich den rheiniſchen, Verbindungen anzuknüpfen, welche auf die deutſchen Verhältniſſe den unheilvollſten Einfluß äußern. Die Fürſten hüten ſich wohl etwas zu thun, das die Macht des Kaiſers nach Innen wie Außen be⸗ feſtigen könnte, um nicht die eigene geſchwächt zu ſe⸗ hen, und in ihrer thörichten Eiferſucht laſſen ſie ſich lieber von Frankreich benutzen und verrathen das deutſche Vaterland an ſeinen alten Erzfeind.“

„Hielte es der Kaiſer doch lieber mit den Reichs⸗ ſtädten!“ rief Dürer.

„Hielte er es lieber mit dem Volke, den Bürgern und Bauern,“ ſagte Ulrich gleichzeitig.

Jetzt fühlte ſich Pirkheimer wieder verpflichtet