eben ſowohl wie die ganze Nation als ſolche zu einer neuen, ihren Bedürfniſſen entſprechenden ſchönen Ent⸗ wicklung geführt würden.
Kaiſer Maximilian ſchien eine Zeit lang zum Träger einer ſolchen Entwicklung auserſehen zu ſein vom Geſchick wie von den Sympathien des Volkes. Man ſah in ihm das Ideal eines Kaiſers verwirklicht man pries ihn als die Zierde der Nation und als Retter des Vaterlandes. Das Volk ſelbſt hatte das größte Vertrauen zu ihm, gleich den Gelehrten, die Humaniſten voran, und man hoffte, er werde den ſelbſtſüchtigen Abſichten und Beſtrebungen der Für⸗ ſten Schranken ſetzen.
Aber ſchon zeigte es ſich, daß er die Erwartungen, die man von ihm hegte, nicht erfüllen konnte. Die Hinderniſſe, die ſich den Wünſchen der öffentlichen Meinung und ſeinen eigenen Planen entgegenthürm⸗ ten, waren zu groß, als daß er ſie zu beſiegen ver⸗ mochte.
Dies war immer der Unterhaltungsgegenſtand der Männer, denen das Wohl des Vaterlandes am Herzen lag.
Pirkheimer fühlte ſich durch perſönliche Anhäng⸗ lichkeit an den Kaiſer gefeſſelt, aber ſeine Sympathien galten Italien— er war eben jetzt in ſeiner verdrieß⸗


