Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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hatte auszugehen, hatte ſie in Begleitung Euphemia's die Schweſtern aufgeſucht.

Noch hatten ſie nicht von Wolfſtein geſprochen, aber der Gedanke an ihn hing wie ein funkelndes und drohendes Schwert trennend zwiſchen ihnen.

Die beſcheidene Anna fühlte ſich gedemüthigt und erſchreckt durch Amanda's ſtolzes Auftreten und ihre auffallendere, wenn auch bereits verblühende Schön⸗ heit. Man hatte ſie ihr doch als ſeine längſtverlobte Braut genannt konnte ſie ein früheres Recht an ihn haben als Anna, dann verurtheilte ſich dieſe ſelbſt als eine Verbrecherin hatte ſie ein ſpäteres dann war ihr ja Wilhelm doppelt verloren, dann war er ihr untreu geworden! Oder hatte er ſich, wie er einſt angedeutet, nur zum Schein Derjenigen verlobt, die ihm ſein Vater auserkoren dann trieb er ja doch nur ein frevelhaftes Spiel dann hatte er ſich an Allen zugleich verfündigt. Konnte, durfte ſie einen Mann noch lieben ihn, der ſie ja doch wohl längſt vergeſſen und aufgegeben hatte?

Aber auch neben den ſchmerzlichſten Erfahrungen und Vorſtellungen behauptet doch auch die Hoffnung in einem liebenden Herzen noch lange ihren Platz. Und ſollte ſie ſich noch ſo oft getäuſcht und vertrieben ſehen, ſie weiß doch immer noch ein verborgenes Win⸗