Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Männer oder ſogar in höchſter Vollendung zum Schmuck der Kirchen aufertigen ſah nur ſpinnen konnte ſie, aber auch nur an der Spindel und nicht an den zier⸗ lichen, hier erfundenen Spinnrädchen, die außerhalb der Städte nur erſt wenig im Gebrauch waren. Dieſen Abſtand empfindend, würde ſie, die ge⸗ wohnt war bewundert zu werden, vielleicht weniger mit ihrem Aufenthalt zufrieden geweſen ſein, wenn ſich einmal nicht noch genug Bewunderer für ihre Schönheit und ihren Rang und eben für das gefunden hätten, was bei ihr anders war als bei den Töchtern

Nürnbergs, ſelbſt wenn es ein Mangel geweſen und

wenn ſie nicht dies heitere Nürnberg, das ihr des Nuuen ſo viel bot, wenn nicht dem Leben am Hof des Kaiſers, doch dem vorgezogen hätte, das ihr nicht nur in Birbaum, ſondern auch auf dem Schloß ihrer Ah⸗ nen bei ihrem Bruder beſchieden geweſen wäre. Denn in den alten Burgen ſelbſt führten die Frauen und Töchter der Ritter ein höchſt einförmiges Leben, das eben nur dann unterbrochen ward, wenn fremde Gäſte anweſend waren, oder indem man dieſelben verließ, ſich an einer auswärtigen, dann allerdings immer mehrere Tage währenden Feſtlichkeit zu betheiligen. Aber den größten Theil des Jahres ſaßen die Burg⸗ frauen und Fräulein doch daheim und führten ein