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als ein heiteres, ſtolzes Weltkind, das durch ein zu⸗ weilen keckes Auftreten, das ſich durchaus nicht immer
an das vorgeſchriebene Nürnberger Ceremoniell kehrte und dadurch wenigſtens bei Denen, die es am Ge⸗ wiſſenhafteſten damit nahmen, einigen Anſtoß erregte, ſo daß auch Euphemia Pirkheimer zuweilen freund⸗ Warnungen zur Mäßigung an ſie ergehen ieß.
Ein Edelfräulein beſaß aber damals nicht oder doch nur höchſt ſelten dieſelbe Bildung, welche die Töchter der ſtädtiſchen Patrizier, vor Allen von Nürn⸗ berg und Augsburg, auszeichnete. Reiten und Jagen durften ſie freilich nicht und in dieſen ritterlichen Künſten war Amanda wohlgeübt, dagegen machte ihr Leſen und Schreiben viele Mühe, und hatte ſie ſich auch um die Welthändel mit bekümmert, welche die Perſon des Kaiſers Maximilian betrafen und in ſei⸗ nen Händen ruhten, ſo waren ihr doch alle die Ge⸗ ſpräche fremd, die hier den gelehrten Eifer der Huma⸗ niſten, wie der innigen Begeiſterung der Künſtler folgten, und ſie vermochte dabei meiſt nur eine ſtumme Zuhörerin abzugeben. Auch in jenen mühevollen und kunſtreichen Stickereien waren ihre Hände ungeübt, die ſie von den Frauen Nürnbergs ſowohl zum Schmuck der eigenen Kleidung oder des Hanſes, oder geliebter


