Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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können, und dann, weil er als Baubruder ja ohnehin überhaupt keine Familienbande haben ſollte, ſondern losgelöſt ſein von jeder andern Verbindung, als der der freien Steinmetze jetzt aber, da er Amanda geſehen, fand er in ihren Zügen auch Aehnlichkeit mit denen ſeines Vaters und erkannte ſie gern als ſeine Schweſter. Sie war jetzt achtundzwanzig Jahre alt und hatte noch einen ältern Bruder Namens Kurt.

Mit ihm wurde ſie von der verlaſſenen Mutter auf ihrem Schloß in Franken erzogen und dann nach deren und des Vormundes Willen, noch ehe ſie mün⸗ dig war, aus Familienrückſichten mit Adalbert von Wolfſtein verlobt.

Er befand ſich im Hoſſtaat des Kaiſers Max, und da er ein beſonderer Günſtling desſelben war, brachte er es dahin, daß ſeine Braut Hofdame bei des Kai⸗ ſers Gemalin Blanka Maria Sforza ward, mit wel⸗

cher Maximilian ſeit 1494 vermält war. Da Wolf⸗ ſtein noch vor der Verheiratung in der Schlacht fiel,

und auch Amanda's Mutter geſtorben war, ſo blieb

ſie in ihrer Stellung am Hofe. Einige Zeit darauf erſchien der alte Wolfſtein bei ihr, für ſeinen zweiten Sohn Wilhelm zu werben ſie gab ihr Jawort, da ſie ſich gerade um jene Zeit vom Hofe wegſehnte und nahm es ſo auch an bei dem alten Fräulein von