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heimer für alle„Ungelegenheiten ſtand, die etwa der Stadt oder einem hochedlen Rath aus dieſem Handel erwachſen möchten“ und wenn er„über das Frauen⸗ zimmer diejenige hinlängliche Auskunft“ zu geben ver⸗ möge, die dem Rath zu wiſſen noth ſei.
Darauf theilte er mit, daß Amanda die Tochter des Ritter Amadeus und ſeiner Gemalin Ehrentraut von Wildenfels ſei. Derſelbe ſei ſchon vorher mit Ulrika Kreß, der Schweſter des Propſtes Kreß und Ulrich's Mutter, vermält geweſen. Seine zweite Ge⸗ malin und deren Kinder habe er verlaſſen, ihnen ſein Schloß und Vermögen übergeben, da er die todtge⸗ glaubte Ulrika wieder gefunden. Gleich ihr hatte er ſelbſt ſeine Schuld in einem Kloſter gebüßt, in dem einſt ſein Sohn Ulrich ihn wieder gefunden. Der Kai⸗ ſer Max und der Papſt hatten die Buße des Mönches gewürdigt, ihn begnadigt und ſeinen Sohn Ulrich, der, ſchon im Verdacht unehelich geboren zu ſein, aus der Bauhütte ausgeſtoßen worden, war ſo gleichfalls wieder zu Gnaden angenommen. Daß ihm Stief⸗ geſchwiſter lebten hatte er wohl gehört, aber ſich nicht veranlaßt gefühlt, je nach ihnen zu fragen— einmal, weil ihm durch ſie ſein väterliches Erbtheil entgangen war und eine Annäherung von ſeiner Seite vielleicht
wie eine Herausforderung desſelben hätte ausſehen ½


