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„Geh, folge mein Weißkönig!“ ſagte ſie zu dem Pferde und nickte ihm freundlich zu, ſo daß es ſich Ulrich gehorſam zeigte dann fragte ſie:„Wie weit iſt's nach Nürnberg?“
„Etwa eine halbe Stunde.“
„Seid Ihr von dort?“
„Für jetzt ja, ich arbeite dort als freier Stein⸗ metz, mein Gefährte auch.“— Ulrich kniete jetzt an
ihrer Seite, und da Erhard das Waſſer brachte, tauchte er ihr Tuch hinein und wuſch den Arm—„er iſt ge⸗ brochen!“ ſagte er.
Ihre Hand zuckte wieder nach dem Dolch.
„Keinen Kleinmuth, der ſich hinter etwas flüchtet, das wie Größe ausſehen ſoll,“ ſagte Ulrich werwei⸗ ſend,„in vier Wochen iſt Euer Arm ſo ſchön wie zu⸗ vor, wenn Ihr mir erlaubt, ihn auf der Stelle ein⸗ zurichten.“
„Thut es denn, wenn Ihr es einmal lieber mit lebendigen Gliedern, denn mit regungsloſen Steinen verſuchen wollt,“ antwortete ſie, ihn mit faſt lauern⸗ den Blicken betrachtend— ſie biß die Zähne auf ein⸗ ander, um einen Schrei des Schmerzes zurückzuhalten, als er, ohne ein Wort dabei zu ſprechen, ihren Arm gerade bog, die Knochen in ihre natürliche Lage zu bringen ſuchte und dann außer ihrem Tuch, das er


