Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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heu, und die eben, um nicht zu Ruinen zu zerfallen, ſich wandeln müſſen aus einer Form in die andere, gleich einem organiſchen Leben. Nur dies Vermögen bekundet, daß ihnen eine Seele inne wohnt! In unſe⸗ rer Kunſt iſt Leben und Bewegung— trotz dem, daß unſer Material die ſcheinbar ungefügigen Steine ſind— Leben und Bewegung muß auch in den Bau⸗ hütten eine Stelle finden unter uns! Einſt ward unter uns der Dienſt der Kunſt als Gottesdienſt gelehrt, jetzt dienen wir der heiligen Kunſt an ſich mit der glei⸗ chen Begeiſterung, wir haben es tauſendfach bekannt und beſtätigt in unſern Symbolen— aber jetzt, wo nicht nur die Steine reden, ſondern die kleinen eiſer⸗ nen Lettern, jetzt wäre es Zeit, auch auf ſie zu achten — wäre Ztit, uns frei zu machen von feſſelnden und uns von Andern trennenden Banden, von uns ſelbſt abzuwerfen und aus unſern Hütten zu verbannen, was unſerer Zeit nicht mehr gemäß iſt und ſtatt un⸗ ſere Würde zu erhöhen, ſie in den Augen des Volkes nur beeinträchtiget.— Wer für die Zukunft wirken will, darf nicht in der Vergangenheit ſeine Stützen ſuchen!“

Dieſe Rede, die den Baubrüdern vielerlei zu den⸗ ten gab, würde vielleicht noch lange fortgeſetzt wor⸗ den ſein, wenn nicht ein weiblicher Hülferuf zu ihren