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wovon jeder wieder Frau und Kinderſegen die Fülle hat, das Haus beim Weißenthurm, welches der Röh⸗ renmeiſter bisher inne hatte, eingeräumt, damit er mehr Platz zu ſeiner Arbeit gewinne.“
„Die Zeit der Baubrüderſchaften iſt vorüber“, ſagte Ulrich,„und auch unſere Zeit wird vorbei ſein, wenn wir uns nicht ſelbſt eine neue erobern.“
In Erhard wohnte der Groll, wie er in Allen wohnt, die von einem nothwendigen Geſetz der Ent⸗ wicklung das Fundament bedroht ſehen, auf dem ſie ſelbſt ſtehen und die weder den Muth noch die Kraft haben, ſich ein neues zu gründen— er zürnte nun mit der veränderten Zeitrichtung, zürnte mit Nürnberg, da er behauptete, an andern Orten ſei es anders.
Ulrich ſchüttelte den Kopf:„Und wenn es ſo iſt“, ſagte er,„ſo hält das die Entwicklung doch nicht auf! Nürnberg iſt eben andern Städten voraus an Bil⸗ dung und Aufklärung, in Kunſt und Wiſſenſchaft.— Hier ſteht man auf der Höhe der Zeit, und wenn an⸗ dere Städte dieſer edlen Stadt erſt in einem halben Jahrhundert nachkommen, was könnte darin Tröſtli⸗ ches liegen? Was zu Grunde gehen muß, das gehe zu Grunde— und beſſer doch ſchon heute, als mor⸗ gen! Aber Alles, was vom Geiſte iſt, das kennt kei⸗ nen Untergang— nur Formen ſind es ja, die verge⸗


