Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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aus Schmerz unter den Marterwerkzeugen bekannt. Zur Sühne beſtellte Imhof das Herrgottshäus⸗ lein!“

„Eine Architektonik im Kleinen, aber ein Werk von höchſter Vollendung“, ſagte Ulrich;„daß es aus den profanen Händen eines Bürgers im Greiſenalter hervorgehen konnte, beweiſt eben, daß es mit dem Ge⸗ heimniß unſerer Kunſt ja doch vorbei iſt, und eben ſo, daß es den Kirchenfürſten und Dienern ſelbſt, wie der Menge gleich iſt, ob ein Werk aus unſern oder pro⸗ fanen Händen hervorgeht, zeigt ſich in den bei dieſen gemachten Beſtellungen— der Nimbus iſt dahin, der uns einſt umgab, und von der Ausnahmsſtellung, die uns geworden, ſind uns nur noch die Schattenſeiten geblieben, für die Lichtſeiten ſind die Schranken zer⸗ trümmert.“

„Der Kirchenmeiſter Schröger von St. Sebald“, begann Erhard wieder,„hat ſchon vor drei Jahren dem Rothſchmied Peter Viſcher ein Grabmal des hei ligen Sebald übertragen, das nach dem Entwurf ein gewaltiges Werk werden ſoll. Herr Schröger hat dazu Almoſen⸗ und Ablaßgelder eingetrieben— und den⸗ noch überläßt er es profanen Händen. Und auch der Rath betheiligt ſich bei der Sache; er hat dem Roth⸗ ſchmied, der mit ſeiner Frau und ſeinen fünf Söhnen,