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noch zumeiſt verdrießt, das iſt, daß trotz allem treu⸗ vewahrten Geheimniß, trotz dem, daß die ganze Ge⸗ ſchichte aller Bauhütten nicht einen einzigen Fall auf⸗ zuweiſen hat, daß je ein Baubruder zum Verräther geworden wäre und wenn er auch der abſcheulichſte Verbrecher ſonſt geweſen und dafür die ſtrengſte Strafe oder Buße erlitt— daß dennoch unſere erhabene Kunſt nicht unſer alleiniges Eigenthum geblieben ift, daß auch die Profanen uns nachbauen und daß aus ihren Händen Kunſtwerke hervorgehen, die den unſeri⸗ gen nicht viel nachgeben, ja, daß die Kirchenvorſteher ſelbſt Profankünſtler berufen, wenn nicht zum Bau der Kirchen ſelbſt, ſo doch zu ihrer Ausſchmückung. Hat doch unſer Propſt Kreß ſelbſt das Sakraments⸗ häuslein von Adam Konft anfertigen laſſen.“
„Er hat dies nur zugegeben, aber doch nicht ſelbſt beſtellt“ ſagte Lukas, der andere Baubruder,„geſtiftet hat es Hanns Imhof, um damit eine große Schuld zu ſühnen, die ſein Gewiſſen drückte. Ein Imhof ſcher Diener war wegen Entwendung eines prächtigen, ſil⸗ bernen Pokals, die er auf der Folter auch eingeſtand, hingerichtet worden. Nach ſeinem Tode fand man den noch mit Wein halb gefüllten Pokal unter einem Bett, wohin ihn einer der Gäſte aus Bequemlichkeit geſtellt, der Diener war unſchuldig geſtorben und hatte nur


