Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Band, das uns untereinander verbindet, ſegne ich tau⸗ ſendmal— aber es ſollte nicht dazu gemacht ſein, uns von den Andern zu ſcheiden. Wie wir freie Stein metze heißen, ſo ſollten wir auch wahre Freiheit ha⸗ ben— nicht nur die Freiheit, die wir vom Papſt, von Kaiſer und Reich erhalten haben, überall uns nieder⸗ zulaſſen, wo es einen Kirchenbau gibt, nicht nur die Freiheit des Gedankens und der Anſchauung ſelbſt religiöſer Dinge innerhalb unſeres Bundes— ſon⸗ dern auch die Freiheit, noch anders denn durch die eben nur uns verſtändliche Geheimſprache der Steine zur Aufklärung des Volkes zu wirken— die Freiheit, unſer eigenes Leben ſelbſt zu geſtalten und es nicht in einem Formeldienſt ſelbſt aufgehen zu ſehen, dem wir

uns ja auf dem Gebiete unſerer Kunſt ſelbſt mit aller

Kraft widerſetzen. Wir ringen nach Freiheit und Be⸗ wegung in den Steinen— aber uns ſelbſt wird ſie im Leben nie zu Theil! Wir werfen in den höhern Stufen unſerer Kunſt die Maßbretter und Aufriſſe weg, nach denen wir zuerſt die Arbeit gelernt— aber unſer ganzer lebendiger Menſch ſoll ewig nach dem⸗ ſelben Maßbrett gemeſſen, nach derſelben Chablone bearbeitet werden!“

„Unrecht haſt du nicht“, ſagte Erhard,„obwohl du eine gar kühne Sprache redeſt. Aber was mich