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was wir Baubrüder für uns ſelbſt läugſt in Anſpruch nahmen, nun auch für Alle fordert— und wir ſollten zurückbleiben, wo Alles ſo zum Fortſchritt auf neuen Bahnen dringt?“
So ſprach Ulrich zu Erhard und zwei andern Baubrüdern, die mit ihm einen Spaziergang in den Reichsforſt machten.
„Aber wie meinſt du das?“ fragte der Eine von ihnen—„was für einen Fortſchritt haſt du im Auge?“
„Einen zum Leben,“ ſagte Ulrich,„es kommt nichts heraus bei unſerer Abgeſchloſſenheit, in der wir halb Mönche ſind und halb Laien— das ſtammt von den Zeiten her, in denen alle Kunſt von den Klöſtern ausging. Damals löſten ſich die Kunſtgeübten allmä⸗ lig als eine ganze Genoſſenſchaſt von den Klöſtern los, erhielten ihre eigenen Rechte und Pflichten und zogen von Land zu Land, die heiligen Tempel zu er⸗ bauen, wie wir jetzt noch thun. Die heilige Baukunſt ward dann nach den erhabenen Lehrſätzen des Pythag⸗ ners und ſpäter des Albertus Magnus von Köln un⸗ ter uns von Einem zum Andern gelehrt und ſie mußte Geheimniß bleiben, um nicht von der Menge profa⸗ nirt und durch die Einmiſchung roherer Hände ihres erhabenen Charakters beraubt zu werden. Das ſchöne


