Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Tafel und wies ihr den Ehrenplatz an ſeiner Seite an. Hoffärtig wie ein Pfau und auch gleich ihm mit einigen Kratzfüßen und ſie begleitenden Worten der Ablehnung folgte ſie ſeiner Einladung und ſah nur mit Mißvergnügen, wie ſeine bewundernden Blicke auf den Schweſtern weilten und er zu ihnen ſagte:

„Auch die edlen Töchter des Hauſes, von deren ſeltenen Geiſtesgaben ich ſo viel Bewunderungswür⸗ diges vernommen, als mich jetzt der Augenſchein von ihren äußerlichen Gaben beſtätigt finden läßt, dürfen nicht ſo entfernt von uns und urzertrennlich ihren Platz da unten behaupten— ich hoffe ſie mir gegen⸗ über zu erblicken und unſere Mitgäſte werden ſich be⸗ eilen ſie auf einen würdigeren Platz zu geleiten!“

„Ihr ſeid allzu gütig, hochwürdiger Herr,“ ant wortete Iſolde, indeß ſich Anna nur ſtumm verneigte, „Euer Wille muß Befehl ſein in dieſem Hauſe, aber wenn man Euch von uns ſo Günſtiges berichtet ha⸗ ben ſollte, ſo wäre es beſſer, Ihr ließet uns mit die— ſem Nimbus in einer verborgenen Ecke ſitzen, denn daß Ihr Euch in größerer Nähe überzeugt, wie wenig Eure gute Meinung ſich beſtätigt.“

Gelber als ihr Kleid ward Frau von Weichs⸗ dorf's Geſicht bei ſolchen Worten und noch mehr vor Neid, als ſie ſah, wie die meiſten der Gäſte, die aus⸗