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ihn nach einiger Zeit wieder Erhard, indem er ſagte: „Wer das Frauenzimmer nur ſein mochte, das mit den Nachrichter zuſammengerathen war.“
„Mich dünkt, ich habe es bei Meiſter Dürer ge⸗ ſehen, dem es zum Modell dienen mochte,“ gab Ulrich zur Antwort.
„Du biſt noch nicht lange in Nürnberg,“ bemerkt Erhard wieder,„und faſt bekannter als ich, das kommt von der vornehmen Gönnerſchaft und Freund⸗ ſchaft— hüte dich aber nur allzuſehr mit den Pro⸗ fanen zu verkehren— du möchteſt es ſonſt noch ein⸗ mal bereuen!“
Ulrich ſeufzte nur leiſe ſtatt der Antwort. Das war ja eben ſein alter Kummer, daß es noch Profane gab! daß nicht Alle gleich berufen waren zum heiligen Tempelbau wirklich und ſymboliſch, daß es Schranken gab für ihn, Schranken auch für die Andern, ein Drin⸗ nen und ein Draußen, daß von Denen, welche das Judenthum verachteten, doch wieder der Vorhang vor ein Allerheiligſtes gezogen war, ein neuer ſtatt deſſen,
der vor fünfzehn Jahrhunderten zerriß! In den Bau⸗
brüderſchaften lebte und wirkte der Geiſt der Auf⸗ klärung und Humanität, aber nur untereinander, nur für die Geweihten, er trug keine Früchte mehr für die Außenwelt. Denn die Sprache, die aus den Steinen


