Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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13 „ich glaubte, er ſollte bei einem der Herren Aelteren wohnen— hörte ich recht, bei Peter Imhof?“

„Der hat ihn allerdings zu ſich eingeladen, aber er hat geantwortet, daß er dem Schultheißen ſchon frü⸗ her das Verſprechen gegeben bei ihm Wohnung zu machen, wenn er einmal nach Nürnberg käme; nun läßt ſich einerſeits der Schultheiß die Ehre auch nicht nehmen,“ berichtete Erhard,„und andererſeits flüſtert man noch—“

„Was flüſtert man noch?“ fragte Ulrich geſpannt, da Erhard inne hielt.

Dieſer ſah ſich erſt vorſichtig um, und da er wohl annehmen konnte, daß auch die hinter ihm Gehenden nicht auf ſeine Worte achteten und die Pickelpfeifen und Trommeln alles Geſprochene nur dem Ohr, an das es gerichtet, vernehmen ließen, fuhr er fort:

„Wie der Biſchof alle Kunſt und alles Schöne liebt, ſo iſt er auch den ſchönen Frauen geneigt, zumal ſolchen, die neben dem Ruf der Schönheit auch den der Gelehrſamkeit beſitzen— und ſo zieht er das Haus des Schultheißen, in dem zwei Töchter ſolcher Art ſich finden, jedem andern vor.“

Ulrich ſchwieg, weil dieſe Worte eine ganze Ge⸗ dankenreihe in ihm entſtehen ließen, die er dem Freund nicht offenbaren wollte. Mochte der immerhin denken