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lag. Denn Georg iſt ein Freund aller Aufklärung und freut ſich, wenn die Steine vor allem Volke eine verſtändlichere Sprache reden, als ſie in den Büchern der Gelehrten zu finden iſt. Er begrüßte mich damals zuerſt an der Seite Kaiſer Maximilian's, der ſich meiner auch von Nürnberg her noch gar wohl erin⸗ nerte. Dann hat mich der Schenk öfter in ſeine Woh⸗ nuug entbieten laſſen, wo ſich immer ein Kreis von aufgeklärten, gelehrten und ſtrebenden Männern ver⸗ ſammelte, gleichviel ob dieſes Streben auf's Reich der Wiſſenſchaft oder Kunſt gerichtet war— und ſo denke ich denn auch ihn hier wiederzuſehen und, ohne daß ich nöthig habe mich an ihn zu drängen, zu ihm beſchieden zu werden— der Propſt Kreß, der meinen Wunſch bereits kennt, wird ſchon mit Sorge für ſeine Erfüllung tragen. Und ſo hab ich auch nur, weil ich den Biſchof nenne, in ſeinem Geiſte dem Nachrichter geantwortet— ich weiß, daß Georg erhaben iſt über jedes Vorurtheil!“
„So iſt es freilich etwas Anderes,“ ſagte Erhard befriedigt, und da der Schenk im Hauſe des Schulthei⸗ ßen von Weichsdorf einkehren wird, ſo haſt du ja den Zutritt zu ihm doppelt und dreifach leicht, da du für dieſen in der Kapelle der Behaim arbeiteſt.“
„Woher weißt du das?“ fragte Urich beſtürzt,


