holte die Worte, die ſie vorher geſagt und welche die Theilung des Publikums veranlaßt hatten:
„Ich kenne ihn,— es iſt Hartwig Rother, der Nachrichter!“
„Ho ho!“ lachte dieſer und ſchlug die gewalti gen Arme trotzig in einander,„viel Ehre für mich, wenn Ihr Euch dieſer Bekanntſchaft rühmt!“
Gerhaus antwortete erglühend und um ſich vor der Menge zu vertheidigen:„Mein Vater wohnt nahe am Henkerſteig und ich habe den Nachrichter, der jenſeits desſelben wohnt, oft genng vorüber gehen ſehen— und außerdem kennt Ihr ihn ja wohl Alle,“ wandte ſie ſich an das Volk, denn der hochedle Rath hat ihn ſchon vor Euer Aller Augen genug Arbeit ver⸗ richten laſſen!“
„Nun!“ antwortete der Nachrichter,„ſolch einen üppigen Hals wie den Euern hat mein gutes Schwert noch nicht zertheilt— aber es iſt gut, wenn Ihr ihn hütet, denn noch iſt nicht aller Tage Abend— viel⸗ leicht denket Ihr noch einmal an dies Wort!“
Jetzt war es plötzlich, als ob ein Schauder Ger⸗ haus überlief, ſie wankte langſam zurück und ſuchte, von allen Blicken betrachtet, ſich erſt unter den Nächſt ſtehenden zu verbergen und dann zu entſchlüpfen. Die Stadtknechte aber riefen den Nachrichter von ferne
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