Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

eig'nen Stadt oder aus einer andern kommen, und Euch gegenüber iſt es unſer einziger Kummer dieſen Nürn⸗ berger Stolz Euch erſt ſo ſpät beweiſen zu können!

Da hat er ſeinen Hieb! dachte Herr Imhof be⸗ friedigt,es iſt doch gut, daß Pirkheimer mein Be⸗ gleiter war, ich für meine Perſon allein hätte es nicht anzufangen gewußt, ohne grob zu werden, dem Biſchof zu verſtehen zu geben, daß es ſich gehört hätte, ein wenig früher als nach fünf Jahren von uns und unſrer Stadt Notiz zu nehmen!

Der Biſchof aber ſagte zu Pirkheimer:Es iſt männiglich bekannt, daß Ihr ſo gut mit Worten wie mit dem Degen zu fechten und zu treffen ver⸗ ſteht und auch davon findet Ihr für gut mir gleich eine Probe zu geben, Ihr ſeid in jedem Sattel gerecht und ein wackerer Ritter Eurer Stadt ſollte ſie es Euch aber einmal mit Undank loh⸗ nen, ſo denkt daran, daß Ihr auch treue Verehrer und Gönner auswärts habt! Damit ſchüttelte er ihm die Hand und nun bewegte ſich im Weiter⸗ reiten das Geſpräch ſo ungezwungen wie die edlen Thiere, welche die Reiter trugen.

Im Scheurl'ſchen Garten bei dem Thiergärtner⸗ thor ward Halt gemacht und Georg bekleidete ſich mit dem biſchöflichen Ornat. Als er wieder heraus⸗