ſilbernen Beſchlägen mit ſich, den ſie dem Biſchof als ein Geſchenk des Rathes anzunehmen und zu beſtei⸗ gen baten.
Der Biſchof war ein ſtattlicher Reiter und nahm die Gabe mit huldreichem Lächeln an. Der Apfel⸗ ſchimmel wieherte luſtig, als der geiſtliche Herr ihm den Hals klopfte und die Mähnen ſtreichelte und dann ſich ſelbſt auf ſeinen Sattel ſchwang.
Die Rathsherren aber lächelten befriedigt, als der Biſchof nach den erſten Begeiſterungsreden und Dankesworten zu ihnen ſagte:„Ich habe es wohl im⸗ mer gehört, daß die Nürnberger die feinſten Bürger ſind im Reich und am beſten wiſſen was ſich geziemet, aber ſolcher zarten Aufmerkſamkeit hätt' ich mich doch ſelber nie zu ihnen verſehen— freilich, wo die Grazien und Muſen ſelbſt mit im Rathe ſitzen,“ fügte er mit einem freundlichen Kopfneigen gegen Pirkheimer hin zu,„ſollte man auf das Außerordentlichſte gefaßt ſein.“
Pirkheimer antwortete beſcheiden mit der ihm ei⸗ genen Feinheit:„Ich weiß wohl, Herr Biſchof, daß man uns draußen im Reich die Stolzen nennt, aber wir beſitzen im Grunde keinen andern Stolz als den: daß man bei uns jedes Verdienſt zu erkennen und nach Gebühr zu ehren weiß mag es uns nun aus unſ'rer


