Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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bei ſich feſtlich zu empfangen und ihnen zu verſtehen zu geben, wie man in Nürnberg ſolche Verdienſte zu ſchätzen wiſſe, dabei zugleich vor ihnen mit dem eigenen Reichthum von Kunſt und Wiſſenſchaft zu prunken und alle Herrlichkeit zu entfalten, mit der man Alle in Erſtaunen zu verſetzen und zu gerechter Bewunde⸗ rung hinzureißen pflegte, die zum erſten Male nach Rürnberg kamen. Erwartete man doch vom Kaiſer ſelbſt, dein Oberhaupt des deutſchen Reiches, daß er Rürnberg mit zuerſt beſuchte und ſeinen erſten Reichs⸗ tag daſelbſt hielt und man war nicht geneigt, einem Kirchenfürſten, zu dem man unmittelbar gehörte, eine Vernachläſſigung minder übel zu nehmen.

Aber da der Biſchof denn endlich ſein Erſcheinen ankündigte, wollte man auch keine andere Rache an ihm nehmen, als eine, die ihn nur bereuen laſſen ſollte, daß er nicht früher in eine ſolche herrliche Stadt gekommen. Man traf darum die glänzendſten Anſtal⸗ ten zu ſeinem Empfange und die ganze Stadt ſchmückte ſich wie zu einem der höchſten Feſttage.

Die Rathsherren Konrad Imhof und Willibald Pirkheimer ritten ihm mit einem glänzenden Gefolge entgegen und empfingen ihn zwiſchen Buch und Tan⸗ nenlohe. Sie führten einen prachtvollen Apfelſchim⸗ mel mit köſtlichem Gezäume von Leder mit kunſtreich

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