ſein Haus zu nehmen. Seildem waren ein paar Wo⸗ chen vergangen— da kam im Rath die Angelegenheit der Nürnberger Wachtpoſten zur Sprache, und er er⸗ bat ſich dienſteifrig die Beſtellung der Harniſche zu übernehmen— vor der Hand freilich hatte ſie ihm auch noch zu keinem erwünſchten Ziele geführt. In⸗ zwiſchen war ihm hinterbracht worden, daß Gerhaus heimlich zu Meiſter Dürer gehe, um von ihm gemalt zu werden;— da ſie ſelbſt nicht mit Löffelholz davon ſprach und ſeinen Fragen geſchickt auszuweichen wußte, wollte er auf anderm Wege dahinter kommen, was an dieſer Sache ſei, und war darum froh, als ihm ein Schüler Dürer's in den Weg kam, den er danach aus⸗ horchen wollte— nach Gerhaus und nach Jerta viel⸗ leicht zugleich— und nun war er damit ſo übel an⸗ gekommen.
Ulrich war zu ſtolz und human, um einen Streit anzufangen oder nur auf einen ſolchen einzugehen, den nicht eine höhere Pflicht gebot, aber er war auch von zu ſtrenger Sittlichkeit, um nicht einen unſittlichen Menſchen, der nicht mehr zu beſſern war, von ſich fern zu halten und ihm das zu verſtehen zu geben. So verharrte er jetzt in ſeinem Schweigen, und da eben Roſſeshufe ſich der engen Paſſage aus der nächſten


